
nichts unter der Haube - wenn man erstmal hinter die wirklich ausgesprochen witzigen Karten geschaut hat, fällt auf, dass das Spiel aus diesen nichts zu bieten hat. Das fällt einen beim ersten Spielen vielleicht nicht auf, weil man damit beschäftigt ist über die vielen lustigen Karten zu lachen, die mit aberwitzigen Namen und schön schräg gemalten Motiven aufwarten. Aber spätestens nach ein paar Runden merkt man, dass der Gewinner eigentlich nur durch Glück bestimmt wird und dass das Spielgerüst hinter der Aufmachung extrem schwach ist. Es geht nämlich nur darum, beim Kartenziehen Glück zu haben. Dazu kommt, dass die Boni fürchterlich ausbalanciert sind (siehe: Knieschützer der Verlockung) Durch Geschick und Strategie lässt sich leider nichts erreichen.
Auf den Spaß kommts an!!! - Da ich großer DnD-Fan bin, bin ich durch die Szene irgendwann auf Munchkin aufmerksam geworden. Habe durch ein Forum davon erfahren. Man ist ja dann auch mal neugierig und informiert sich drüber. Nachdem ich mir n bissl was durchgelesen hab, stand fest, dass ich mir die Grundversion zulege werde. Also gleich am nächsten Tag das Spiel bestellt und den Kumpels gesagt, dass wir am Wochenende mal nicht Party machen, sondern nen Gesellschaftsspiel spielen und uns nebenbei einen reinkippen. Wir ham dann das Spiel gemeinschaftlich ausgepackt, sortiert und uns schonmal über nen Teil der Karten dumm gelacht.(Naja außer der Eine, aber der spielt keine Rollenspiele...bei dem scheint das also nicht zu zünden...)In der Zeit, in der ein Teil der Gruppe Bier holen gefahren ist hat sich der Rest mit der Anleitung auseinander gesetzt. Zwar ist das schon recht viel Text für die Anleitung eines Kartenspiels, aber Munchkin ist halt etwas komplexer als Ottonormal-Kartenspiel. Nachdem wir nun Bier hatten und die Regeln kannten konnte es auch schon losgehn. Oke die erste Runde war noch etwas holprig, aber man muss ja auch erstmal die Theorie in die Praxis umsetzen. Die zweite Runde hingegen lief schon besser und ich kann nur sagen, dass Munchkin echt Laune macht. Niemand kam ausm Lachen raus und wir ham dann auch gleich noch zwei Runden dran gehängt. Zwischenzeitlich kam es dann zum Streit zwischen meinem Bruder und meinem besten Kumpel und zwischen mir und meiner Freundin.(Der Typ der kein Rollenspiel spielt war dann irgendwann weg...komisch wir ham garnicht gemerkt das der gegangen ist...) Doch am Ende ham sich wieder alle lieb gehabt. Munchkin ist halt nichts für schlechte Verlierer, da das Spiel auf fiese Aktionen ausgelegt ist und in erster Linie du dein bester Freund bist.Mittlerweile ist Munchkin von Partys in kleinem Kreis garnicht mehr wegzudenken. Ich habe mir auch noch 2 der unzähligen Erweiterungen zugelegt. Und das waren bestimmt auch nicht die letzten 2.Insgesamt kann man sagen, dass Munchkin jedem Rollenspieler gefallen wird, der sich nicht selbst zu ernst nimmt. Die Gags kommen einem meistens irgendwie bekannt vor (Wer kennt ihn nicht den möchtegern Vampir, der dir stundenlang erzählt, wie böse sein Charakter doch ist und wie mächtig er als Vampir doch werden wird, nur um dann am Ende doch nur Gutes zu tun...) und deshalb sind Lachanfälle vorprogrammiert.
Wenn man mal den Sinn kapiert hat... - Munchkin ist eines meiner Lieblingsspiele.Man darf es allerdings nicht so eng sehen mit den Regeln.Es gibt ca. 4 DinA4 Seiten Regeln die aber selbst betonen, dass die Regeln eigentlich auf den Karten selbst stehen und das sollte man einfach befolgen und die Regeln selbst auslegen, wo sie nicht eindeutig sind.Am besten lernt man das Spiel beim Spielen selbst. Also nur Mut.Wenn man mal kapiert wie es ungefähr funktioniert, dann ist bei Munchkin alles drin:TotlachenStrategisches Geschick ausspielenKleine und große GemeinheitenKurz vor dem Gewinnen nochmal alles verlierenusw.
Richtige Gesellschaft - Selten habe ich beim bloßen Anblick von Spielkarten so gelacht wie beim Munchkin. Und wann hat frau schon mal die Gelegenheit, allein durch die Macht der Knieschützer der Verlockung sämtliche Mitspieler um den kleinen Finger zu wickeln? Gut, in den ersten Runden gestaltet sich das Spiel etwas schleppend, da es etwas dauert, bis man ungefähr den Dreh raus hat und die Figuren durch Punktegewinn handlungsfähiger werden und nicht ständig davon laufen müssen. Außerdem kann es nicht schaden, wenn man einen erfahrenen Spieler dabei hat, der einem die komplizierte Spieleanleitung knapp in ein paar Sätzen zusammenfassen kann. Davon abgesehen macht Munchkin aber einfach nur Spaß.Ach nein, eine Einschränkung kommt noch: Man sollte zusehen, dass man das Spiel mit erfahrenen, humorvollen Gesellschaftspielern spielt und es tunlichst vermeiden, das Spiel mit Leuten zu spielen, die nicht mal wissen, wie beispielsweise Die Siedler von Catan funktioniert und die bei Gegnern wie dem bekifften Golem oder dem Gesichtsauger maximal verständnislos mit den Schultern zucken.
ein schwer zu verstehendes Spiel - Das Spiel ist schön aufgemacht, aber damit war es auch schon.Die Spielanleitung ist sehr lang und schwer zu verstehen.Man schon mehrere Abende lesen und ausprobieren und trotzdem fehlt einen der ganze Durchblick.Es ist schon gut, wenn man jemanden kennt, der das Spiel verstanden hat, ansonsten aussichtslos.